Online Monatsandacht

Das geistliche Wort zum aktuellen Monat!

Mann schaut mit ausgebreiteten Armen in den Sonnenuntergang

Online Monatsandacht August

Das geistliche Wort im August, welches zeitgleich auch immer in unserem HERR-BERGE Journal erscheint. Jeder Bewohner erhält monatlich eine gedruckte Ausgabe des Journals.

Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Joh.10,10

Unser Monatsspruch gehört in die Reihe der Ich-bin-Worte von Jesus. Dieses genauer in die Ich-bin-Rede vom guten Hirten. Jesus unterschei-det sich selbst von Leiharbeiterhirten einerseits und von Dieben, Räubern, Schlächtern und Verderbern andererseits.

Jesus selbst bezeichnet sich einerseits als die Tür zum Schafstall (V.1.7.9) und schließlich und zugleich als guter Hirte (V.11ff).

Wer durch die Tür ein- und ausgeht, findet ewiges Leben (Rettung und gute Weide - V.9). Und bevor Jesus dann dazu übergeht, von sich selbst nicht nur als die Tür zu sprechen, sondern als dem guten Hirten, der selber die Führung übernimmt, steht unser Monatsspruch. Der Vers 10 beginnt eigentlich mit einer Negativkulisse. Spricht vom Dieb, der zum Eigennutz und schließlich zum Verderben den Schafstall betritt. Dem gegenüber betritt Jesus als guter Hirte den Schafstall mit dem Ziel, Leben zu schenken, und zwar Leben in Fülle. Während sich der Dieb auf Kosten der Schafe (und dessen Besitzer) selbst bereichert und es sich selbst gut gehen lässt, verschenkt der gute Hirte Leben. Nicht nur irgendein Leben, sondern sein eigenes (V.11.15.17.18).

Nun könnten wir fragen, was uns das nützt, dass da einer sein Leben gibt. Inwiefern nimmt das Einfluss auf mein Leben? Woran merke ich das? Zunächst einmal das: Leben in Fülle muss nicht viel zu tun haben mit materiellen Dingen. Ein prall gefülltes Leben kann zugleich leer sein. Sinnentleert zum Beispiel. Aber wenn ich keine Angst haben muss vorm Sterben, weil ich weiß, wohin ich gehe; wenn ich weiß, ich darf durch diese Tür gehen und bei meinem Vater im Himmel sein, dann füllt sich mein Leben. Mit Hoffnung, mit Gelassenheit, mit innerem Frieden. Und wenn ich entdecke, dass ich nicht alles Erdenkliche in meine irdischen Jahre pressen muss, um ja nichts zu verpassen, dann ist mein Leben weniger gestresst. Ich darf zufriedener leben und aus Gottes Hand empfangen, was er mir schenkt. Ich darf darauf vertrauen, dass der gute Hirte mich auch heute und hier gut führt. Weil er nicht auf eigenen Vorteil setzt, sondern voller Liebe mich in den Blick nimmt mit meinen Sorgen, Freuden, Ängsten und Wünschen. Die Fülle meines Lebens lässt sich nicht in Euro oder Reisen oder was auch immer berechnen, sondern in Zufriedenheit (Schalom), empfangener und weitergeschenkter Liebe und göttlicher Fürsorge.

In diesem Sinne wünsche ich uns einen Besuch des guten Hirten. Der uns den Blick weitet und uns herausführt aus unserem manchmal verengten Blick auf seine saftige Weide.

In herzlicher Verbundenheit. Euer Michael Schubach