Online Monatsandacht
Das geistliche Wort zum aktuellen Monat!

Online Monatsandacht September
Das geistliche Wort im September, welches zeitgleich auch immer in unserem HERR-BERGE Journal erscheint. Jeder Bewohner erhält monatlich eine gedruckte Ausgabe des Journals.
Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind. Prediger 4,6
Unser Monatsspruch gehört in die Reihe der Ich-bin-Worte von Jesus. Dieses genauer in die Ich-bin-Rede vom guten Hirten. Jesus unterschei-det sich selbst von Leiharbeiterhirten einerseits und von Dieben, Räubern, Schlächtern und Verderbern andererseits.
Jesus selbst bezeichnet sich einerseits als die Tür zum Schafstall (V.1.7.9) und schließlich und zugleich als guter Hirte (V.11ff).
Wer durch die Tür ein- und ausgeht, findet ewiges Leben (Rettung und gute Weide - V.9). Und bevor Jesus dann dazu übergeht, von sich selbst nicht nur als die Tür zu sprechen, sondern als dem guten Hirten, der selber die Führung übernimmt, steht unser Monatsspruch. Der Vers 10 beginnt eigentlich mit einer Negativkulisse. Spricht vom Dieb, der zum Eigennutz und schließlich zum Verderben den Schafstall betritt. Dem gegenüber betritt Jesus als guter Hirte den Schafstall mit dem Ziel, Leben zu schenken, und zwar Leben in Fülle. Während sich der Dieb auf Kosten der Schafe (und dessen Besitzer) selbst bereichert und es sich selbst gut gehen lässt, verschenkt der gute Hirte Leben. Nicht nur irgendein Leben, sondern sein eigenes (V.11.15.17.18).
Nun könnten wir fragen, was uns das nützt, dass da einer sein Leben gibt. Inwiefern nimmt das Einfluss auf mein Leben? Woran merke ich das? Zunächst einmal das: Leben in Fülle muss nicht viel zu tun haben mit materiellen Dingen. Ein prall gefülltes Leben kann zugleich leer sein. Sinnentleert zum Beispiel. Aber wenn
Manchmal haben wir alle Hände voll zu tun. Das kann passieren und ist auch völlig normal. Ungesund wird es dann, wenn das zum Normalzustand wird und wir keine Ruhe mehr finden. Arbeit soll nicht Selbstzweck sein, soll uns nicht kaputt machen und auch nicht unseren Wert bestimmen. Wer Arbeit hat, ist gefährdet, Opfer seiner Arbeit und deren Anforderungen zu werden. Aber meist bleibt da wenig Spielraum, an solchen kaputtmachenden Strukturen etwas zu verändern.
Aber woran wir etwas ändern können, ist unsere Haltung. Und da gefällt mir die Wortwahl der Guten Nachricht. Sie spricht von einer „Handvoll Gelassenheit“. Gott möchte uns nicht als Knechte unserer Arbeit, auch nicht als Knechte unserer Selbstverwirklichung. Gott möchte uns Gelassenheit schenken. Wir dürfen uns zu ihm hin loslassen, bei ihm zur Ruhe kommen.
Ich möchte das Stichwort Arbeit oder Mühe verbunden mit (Un-) Ruhe gar nicht auf Erwerbsarbeit beschränken. Wer sich z.B. innerlich in seine Sorgen hineinarbeitet, dem wird genauso Ruhe und Gelassenheit fehlen. Ich möchte das Bibelwort so verstehen und uns einladen, all das, was uns die Ruhe und Gelassenheit nimmt, bei Gott abzuladen, um bei ihm Ruhe und Gelassenheit zu finden. Tun wir das nicht, gleicht das „Haschen nach Wind“. Wir rackern uns ab, aber es kommt nichts Gutes dabei herum.
Bei diesen Gedanken singt sich ein Lied in meinen Kopf (Feiern & Loben 418):
Vater, ich komme jetzt zu dir, als dein Kind lauf ich in deine Arme.
Ich bin geborgen, du stehst zu mir, lieber Vater.
Vater, du gibst mir, was ich brauch,
du empfängst mich mit offenen Armen.
Du füllst all meine Sehnsucht aus, lieber Vater.
Vater, bei dir bin ich zu Hause, Vater, bei dir berge ich mich.
Vater, bei dir finde ich Ruhe, o mein Vater, ich liebe dich.
Solches zur Ruhe finden bei unserem Vater im Himmel wünscht Ihnen/Euch Michael Schubach